Aktualisierungen August, 2010 Kommentarverlauf ein-/ausschalten | Tastaturkürzel

  • layot 08:00 am 17. August 2010 Permalink | Antworten
    Tags: blogpause   

    schreibmarathon – 42 seiten in unter drei wochen 

    der eat & think! blog macht eine unfreiwillige pause: dreiwochenlang!

    denn es gibt da noch ein anderes, größeres schreibprojekt zu bewältigen – meine magisterarbeit! ein guter teil davon ist bereits auf papier gebracht, aber es liegen auch noch gute 42 seiten vor mir, die ich in unter drei wochen schreiben will. schließlich gilt es termine einzuhalten, und die idee nach speyer zur rohvolution zu fahren, ist auch noch nicht ganz vom tisch.

    um mich mit ganzer kraft auf diese letzte herausforderung meines studiums konzentrieren zu können, heißt es ab heute erstmal ‚fortsetzung folgt‚…

    in der zeit bis zum 6. september 2010 wird es keine neuen artikel geben.

    keine leichte aber doch notwendige entscheidung, die sicherlich gut zu verstehen ist. danke an alle bisherigen leser. ich hoffe ihr seid dabei, wenn’s weiter geht 🙂

    also bis dann, in drei wochen…!

    eat & think! – mit lizzie

     
    • Peaceflower 11:53 am 18. August 2010 Permalink | Antworten

      LIebe Lizzie,

      vielen Dank für Deine wunderbaren Berichte und die Fotos 🙂 Es war wirklich ein super Rohkost-Wochenende!

      Ich wünsche Dir ein gutes und kreatives Schreiben! Bis bald!

      Liebe Grüße,

      Peaceflower

  • layot 02:52 am 16. August 2010 Permalink | Antworten
    Tags: gemeinsames essen,   

    4. kölner rohkost-potluck 

    das 4. kölner rohkost-potluck fand wie gehabt bei silke statt. diesemal jedoch in der wohnung, denn draußen im hof war es viel zu nass. der regen hatten  jedoch nur wenige davon abgehalten zu kommen, so dass auch diesmal wieder volles haus war. silke hatte extra einen ganzen raum frei geräumt, damit wir alle platz finden konnten. dort stand ebenfalls ein buffet mit einer herrlich großen auswahl an herzhaften und süßen speisen bereit. besondere aufmerksamkeit verdient dabei die schokotorte von f., der als rohkost- newbie damit bereits ein meisterstück abegliefert hat. wow!

    wow! – dass hat sich auch mein blutzuckerspiegel gedacht, denn ein bisschen von der torte und die vielen anderen süßen leckereien haben ihn achterbahn fahren lassen. gut, dass es genügend stühle gab und ich mich hinsetzen konnte, um  ‚dr. görg‚ zu zuhören, der in einem kleinen vortrag seine rohkost-kokosprodukte vorgestellt hat und dann anschließend  jedem der anwesenden je ein glas, kokosöl bzw.-mus und ein großes paket kokosmehl geschenkt hat. was unter den anwesenden natürlich für super begeisterung gesorgt hat und damit zum highlight der party wurde!

    als weitere besondere gäste waren auch noch angereist: gabriele weiss von der 42 grad roh-kostbar, die einen verdammt leckeren apfelstrudel dabei hatte und sylvia aus amsterdam, die einiges spannende über die rohkost-szene in den niederlanden zu berichten wusste.

    wie bei einer richtigen party fand vieles davon in der  küche statt, genauso, wie es sich halt für eine gute party gehört. ich fand das sehr charmant und gemütlich und bin deshalb auch erst als letzte gegangen.

    dankeschön!

    eat & think! – mit lizzie

    ps. meine fotos sind diesmal leider nichts geworden, ich bin aber sicher, das es bei my raw adventures und bei rohelust einiges zu sehen gibt.

     
  • layot 01:44 am 16. August 2010 Permalink | Antworten
    Tags: ,   

    2. roh-potluck in essen 

    vom veggie-street -day aus gings am samstag nachmittag direkt zur zweiten veranstaltung an diesem potluck-party wochenende. zum 2. roh-potluck in essen. dazu eingeladen hatte benny, der zugleich damit auch seinen geburtstag nachgefeiert hat.

    mel und ich hatten mit einem kurzen sprint durch den dortmunder bahnhof noch gerade rechtzeitg den zug erreicht und somit einen direkten anschluss bis in die essener margarethenhöhe. von wo aus es nur ein kurzer fußweg bis zum treffpunkt war. dieser führte uns durch ein waldstückchen, in dem wir bereist eine kleine vorspeise zu uns nehmen konnten, den links und rechts des weges wuchens brombeeren und johannesbeeren und in einem wilden garten endecken wir schwer tragende mirabellenbäume, von dessen fallobst wir probieren konnten.

    essend fanden für unseren weg zu bennys haus und als wir ankamen fanden wir dort eine wundervoll hergerichtete terasse, mit tischen und stühlen, weißen tischdecken, kerzen und blumendekoration. ein über zwei meter langes buffet war bereits aufgebaut und überaus einladend. ein mixer und ein entsafter standen ebenfalls zur verfügung, so dass wir unsere mitgebrachten zutaten im handumdrehen in noch weitere  leckereien verwandeln konnten. geschirr gabs ebenfalls reichlich.

    mit beladenen tellern nahmen wir an einem weiteren tisch auf der wiese im sonnenschein platz. nicht weit von einem herrlichen zwetschenbaum der voller blau leuchtender früchte hing, haben wir bis in den frühen abend mit sechs erwachsenen und zwei süßen kleinen kindern gemütlich beisammen gesessen. zwischen den regelmäßigen gängen zurück ans buffet, gab’s dabei interessante und tiefgehende gespräche, in denen es erfrischender weise mal gar nicht ums essen ging 😉

    eat & think! – mit lizzie

    .

     
  • layot 13:02 am 15. August 2010 Permalink | Antworten
    Tags: ,   

    veggie-street-day 2010 in dortmund 

    mein ausflug zum veggie-street-day am samstag war ein voller erfolg. bei schönstem sonnenschein bin ich mit mel von my raw adventures am samstag mittag für zwei stündchen über den platz vor der reinoldikirche in dormund geschlendert. dort waren, um eine bühne mit vielen tischen und vollbesetzten bänken davor, rund 30 stände aufgebaut.an diesen konnte das veganer-herz so gut wie alles finden, was es begehrt, bücher, infos, gespräche, schuhe, kosmetik, textilien…

    stuttgarter eco-fashion label mit netten designs und track&trace standard! http://www.greenality.de

    z.b. von greenality einem stuttgarter eco-fashion lable mit netten designs und track & trace standard!

    …vor allem aber eine menge essbares.

    es war für mich unglaublich interessant das ’normal‘- vegane nahrungsangebot und die nachfrage danach, dort noch einmal direkt vor augen zu haben. bis vor wenigen jahren wäre ein besuch auf so einer veranstaltung auch ein kulinarischer traum für mich gewesen. ich bin sicher, ich hätte den ganzen tag mit essen verbracht und mich mindestens zweimal an die schlange am hot dog stand angestellt – die hier deutlich am längsten war. mein gedanke dabei wäre gewesen: ja, wenn’s schon mal all die leckereien gibt, die ich sonst nicht jeden tag hab, dann gönn ich mir doch mal was!

    heute ist mein bezug dazu etwas anders: beim betreten des platzes, stieg mir als erstes der intensive geruch von einer sojafleisch-pfanne in die nase. das sorgte einen kurzen moment für irritation, denn in meinem alltag begegne ich nur noch selten dem geruch von gekochtem und wenn, finde ich es nicht appetitlich.

    kurz darauf sah ich auch schon den berg sojastückchen, der dort in einer großen pfanne gebraten wurde. für mich war weder optisch noch olfaktorisch (geruchlich) ein unterschied zum braten von tieren festzusellen, was mich für einen moment lang verwirrt hat. ich konnte daran aber sehr gut erkennen, wie weit sich mittlerweile mein verständnis davon, was essbar und lecker ist, gewandelt hat.

    ich halte es nicht mehr länger für erstrebenswert, mein essverhalten an einem ‚ich gönn mir was‘ auszurichten und mich dann mit ‚material‘ vollzustopfen. ich möchte etwa essen, was mich wach, klar und stark macht. davon gab’s auf dem veggie-street -day leider nur wenig.

    ein einziger rohkost-stand war in diesem jahr zum ersten mal dabei. und so haben mel und ich uns dort bei einer guten unterhaltung durch das neue sortiment von lifefood probiert und unser schoki-vorräte aufgestockt. dabei haben wir auch erfahren, dass lifefood-produkte wohl bald bei der biomarkt-kette basic zu kaufen sein werden. momentan wird mit ersten angeboten in münchen und berlin die nachfrage getestet. eine spannende entwicklung wie ich finde und natürlich würde ich mich freuen, wenn die knabbereien demnächst einfach im laden zu kaufen wären.

    zum abschluss unseres besuchs hat mel uns noch jeder eine junge kokosnuss vom örtlichen asia-markt spendiert. lecker! – so erfrischt gings dann zum 2. roh-potluck in essen bei benny…

    eat & think! – mit lizzie

     
  • layot 01:19 am 12. August 2010 Permalink | Antworten
    Tags: ,   

    terminetermine! 

    am kommenden wochenende ist:

    potluck-partytime!

    los geht’s am samstag, den 14. 8. ab 11 uhr in dortmund auf dem reinoldikirchplatz mit dem diesjährigen veggie-street-day. wie sich das vorort gestaltet, darüber kann ich noch nichts sagen, denn bisher konnte ich noch nie daran teilnehmen. die website verspricht aber schon einiges:

    Auf dem Veggie Street Day (VSD) zeigen wir, wie groß die Bandbreite an tierleidfreien Produkten, vom Veggie-Burger über pflanzliche und tierversuchsfreie Kosmetik, bis hin zum lederfreien Schuh ist. Das große Angebot an Informations- und Verkaufsständen bietet dem Besucher die Möglichkeit, Neues zu entdecken und zu probieren. Dazu gibt es ein buntes Unterhaltungsprogramm mit vielen Künstlern, die sich bewusst für ein Leben ohne tierische Produkte entschieden haben und ihre positiven Erfahrungen teilen möchten.

    besonders gespannt bin ich darauf am stand von life food vorbeizuschauen, einem ursprünglich czechischen rohkost-versand, den ich auf der biofach 2009 kennen gelernt habe und der seit einiger zeit auch auf dem deutschen markt aktiv ist. ich bin sicher, es gibt dort wieder allerhand leckereien zum probieren.

    am samstag nachmittag ab 15 uhr geht es dann weiter mit dem 2. rohkost-potluck in essen, der diesmal von benny veranstaltet wird und am wünnesberg 23 im garten stattfindet. ich freu mich jetzt schon riesig, all die lieben leute wieder zu treffen, die ich auf den bisherigen potlucks kennen gelernt habe und bin auch neugierig, wer neu dabei sein wird. dies ist also – in bennys namen -eine herzliche einladung vorbeizukommen. mitzubringen ist wie immer ein roh-veganes gericht und eigenes essgeschirr. nützlich ist auch eine sitzgelegenheit in form einer decke. wer sehr kurz entschlossen ist, bringt einfach mit, was noch an rohem im kühlschrank ist, denn vorort steht ein hightec mixer und ein greenstar entsafter zur verfügung.

    am sonntag geht die rohkost-party weiter bei silke in köln, methweg 4. diesmal schon ab 16 uhr. alle rohkost-liebhaber an rhein und ruhr sind herzlich dazu eingeladen. ich bin sicher es wird wieder sehr gemütlich. rohkoch andreas vollmert hat angekündigt mit einer ‚pizza in love‚ dabei zu sein. das sollte sich niemand entgehen lassen. mitzubringen sind auch hier, ein veganes rohkost-gericht und essgeschirr für den eigenen bedarf.

    für lecker essen und freunde treffen das ganze wochenende lang! ich bin dabei!

    eat & think! – mit lizzie

     
    • Peaceflower 13:01 am 12. August 2010 Permalink | Antworten

      Liebe Lizzie,

      welch wunderbare Aktionen! Es ist so viel in Bewegung!

      Wir sind in München gedanklich mit dabei. Am 15.10. ist ja auch der World-Green-Smoothie-Day. So haben wir unseren Potluck an diesem Tag unter das Motto „Gründe Smoothies“ gestellt. Während Ihr in Köln am Sonntag rohköstlich feiert, machen wir also zur selben Zeit in München Raw-Party 🙂 We are raw connected!

      Liebe Grüße,

      Peaceflower

  • layot 01:47 am 9. August 2010 Permalink | Antworten
    Tags: ,   

    3. düsseldorfer rohkost-treffen mit mel 

    auch auf die gefahr hin, dass ich beginne mich zu wiederholen, aber ich sage es gern noch einmal: roh-potlucks sind super!

    bei keiner anderen veranstaltung bin ich bisher auf so angenehme weise mit fremden menschen in so spannende gespräche gekommen. zusammen sitzen, lecker essen, plaudern und die gemeinsame zeit genießen – für mich ist das eine ideale art meine sonntage zu verbringen. mein glück, dass am kommenden wochenende gleich zwei potlucks stattfinden: samstag in essen und sonntag in köln…mehr dazu später.

    nun ein paar eindrücke vom 3. düsseldorfer potluck mit mel:

    wie bisher auch, fand das treffen im freien statt, auf einer grünen wiese in der nähe des appollo theaters, mit blick auf den rhein. als wir ankamen waren die picknick-decken schon ausgebreitet und das essen bereits serviert. wir, denn ich bin diesmal nicht allein zum potluck gegangen. zu meiner großen freude hat mich meine liebste freundin e. begleitet, die nicht weit vom treffpunkt wohnt.

    vor vielen jahren war sie es gewesen, die mich mit der veganen ernährung vertraut gemacht hat, heute konnte ich ihr zum ersten mal zeigen, was sich seither daraus entwickelt hat: vegane rohkost. e.’s künste in der küche sind mir seit langem vertraut, so dass ich es kaum erwarten konnte, ihre erste rohkost-kreation zu probieren: eine original rheinische kohlrabi-tarte!  😉 lecker!

    voilà!

    auch die anderen gäste, etwa 10 personen, hatten leckeres dabei: ich habe endlich mal die kale chips probiert, von denen ich im rohelust-blog gelesen hatte. sie sind echt crunchy. auch meine kenntnisse über den geschmack von algen konnte ich erweitern. dann gab’s noch eine menge spannender salate und weitere unbekannte exotische früchte. meine erste sapodilla fand ich richtig lecker. genauso wie das mousse au chocolate von m. der erst seit einer woche rohköstlich lebt. zusammen mit der kokossoße von mel ergab beides meinen traum vom rohkost-bounty.

    was mich geschmacklich aber noch mehr überzeugt hat, als diese himmlische süßspeise, war eine einfach tomate. m., der sich schon seit acht jahren von rohkost ernährt, hatte sie mitgebracht. ein freund von ihm baut sie selbst an. nur diese eine besondere sorte: die berner rose. im meinem leben habe ich noch nicht so eine tomate gegessen. beeindruckend, wie lecker natur pur schmeckt.

    gegen halb neun hat sich unsere kleine runde dann langsam aufgelöst. wäre es etwas sommerlich-wärmer gewesen, ich bin sicher, wir hätten noch mindestens ein stündchen dran gehangen. der rohkost-potluck-sommer ist zum glück noch nicht zu ende! und ich freu mich schon aufs nächste mal!

    kommst du auch?

    eat & think! – mit lizzie

    ps: mehr bilder und infos zu diesem potluck in mel’s blog: my raw adventures


     
    • Peaceflower 12:59 am 12. August 2010 Permalink | Antworten

      Liebe Lizzie,

      mhmm! Das sieht so lecker aus!

      In Düsseldorf war ich auch schon öfters, da ich Freunde dort habe. Ich hätte nie gedacht, dass es im Ruhrgebiet bzw. Rheingebiet so viel rohe Energie gibt – wow! Da können wir uns in München ein Beispiel daran nehmen 🙂 Aber auch bei uns wächst die Rohkostszene. Am Sonntag ist dann der nächste RohPotluck von uns. Dieses mal sind wir schon fast doppelt so viele wie beim letzten Mal. Ich freue mich und werde Dir natürlich berichten! Ja, Roh-Potlucks sind echt super!

      Liebe Grüße,

      Peaceflower

      • layot 13:33 am 12. August 2010 Permalink | Antworten

        hi, peaceflower!
        ja, es ist wirklich ein ganz tolles gefühl, dass auf einmal so viel los ist in sachen rohkost.
        die vielen aktivitäten und leute, die ich dadurch kennen gelernt habe, stärken meinen
        bezug zu dieser lebensweise noch einmal sehr. ich wünsche euch ebenso viel spaß und
        weiteres wachstum für eure münchener potlucks.
        bestes, lizzie

    • Monika 10:54 am 26. Juli 2011 Permalink | Antworten

      Ich habe auch großes Interesse an Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten.

  • layot 21:58 am 7. August 2010 Permalink | Antworten
    Tags: ,   

    die grüne gazelle und der gong 

    bei der erinnerung an das erste frühstück im rohkost-camp 2010 kann ich jetzt noch heiter schmunzeln, denn zum glück habe ich es überlebt…

    der samstag hatte sehr früh begonnen, denn die nacht war kalt gewesen und mein schlafsack zu dünn, um länger als nötig im zelt zu liegen. während die meisten noch schliefen, wanderte ich auf dem zeltplatz umher und genoss es meine neue umgebung zu erkunden. ich blieb nicht lange allein, denn auch andere drängte es in die wärmende morgensonne. darunter die junge frau, die ich bereits in meinem ersten bericht erwähnte. mit munterer miene und einem sträußchen frisch geernteten wildkräutern kam sie mir entgegen. der anblick des saftigen grüns, weckte sofort mein interesse an einem baldigen frühstück. mein knurrender magen brachte uns kurzer hand ins gespräch. und noch während sie mir erklärte welche kräuter sie in der hand hielt, begann ich eilig und mit größtem enthusiasmus selbst welche zu pflücken. als ich schon allerhand verschiedenstes gesammelt hatte, gesellte sich b. hinzu, dem die idee eines frischen smoothies ebenso gut gefiel wie mir. die junge frau, die sich später selbst gern die grüne gazelle nannte, bot an, ihren mixer im waschraum in betrieb zu nehmen.

    nur eine viertelstunde später war meine glasflasche voll mit dunkelgrünem brei. nebst den gesammelten kräutern hatten ich noch zwei bananen und eine mango hinzugefügt. voller vorfreude und stolz begab ich mich ins gemeinschaftszelt. dort frühstückte bereits der rest meiner gruppe. ich teilte die grüne suppe mit b., der auch gleich munter zu löffeln begann. auch seinem baby schien es bestens zu schmecken.

    ich hatte gerade den ersten löffel zu mir genommen, als ich es schon spürte. ein gefühl, als hätte jemand einen gong angeschlagen. direkt in der mitte meiner stirn. mir wurde leicht schwindelig und kurz darauf begann mein herz schneller zu schlagen. etwas benommen und mit argwohn betrachtete ich meine noch volle schüssel. unsicher, ob ich weiter essen sollte, wandte ich mich an b., dem es noch immer prächtig schmeckte. meine frage nach seinem befinden, veranlasste die mutter des kindes zu genauerem nachfragen, welche kräuter denn im gemeinsamen frühstück gelandet sein. bei der erwähnung des schachtelhalms erinnerte sie sofort, dass es davon auch eine giftige art gibt.

    mein immer noch ungewöhnlicher zustand verschlechterte sich augenblicklich. ich bekam es mit der angst. sofort suchte ich die grüne gazelle auf, um genaueres zu erfahren. doch auch mit hilfe einiger kräuterbücher ließ sich vorerst nicht eindeutig feststellen, welche art des schachtelhalms wir auf den tellern hatten. während b. unbesorgt weiter aß, wurde die fütterung des babys sofort gestoppt und auch ich entschied mich, den rest des smoothies nicht mehr anzurühren.

    trotz der allseitigen beruhigungsversuche, bleib ich vorerst wachsam. in den nächsten stunden beobachtete ich genau mein befinden und erkundigte mich in regelmäßigen abständen nach dem wohlergehen der anderen esser. ich trank wasser soviel ich konnte und bleib vorsorglich in der näher meiner mitmenschen und in laufweite einer toilette.
    appetit hatte ich nun keinen mehr. als der spuk hinter meiner stirn nach einigen stunden vorbei war und auch sonst niemand auffälligkeiten zeigte, begann ich mich langsam zu entspannen. voller dankbarkeit, dass meine unbedarftheit beim kräutersammeln niemandem geschadet hatte, verbrachte ich den rest des tages am see.

    meine lektion in sachen wildes grünzeug war damit aber noch nicht beendet: gleich am nächsten tag nahm ich an einer führung zum thema teil und auch dem mysteriösen gong-gefühl kam ich auf die spur. davon bald mehr…

    eat & think! – mit lizzie

     
    • Peaceflower 12:56 am 12. August 2010 Permalink | Antworten

      Liebe Lizzie,

      wow in Deinem Blog tut sich ja einiges! Herzlichen Glückwunsch zu diesem großen Fluß an Kreativität!

      Deinn Bericht über die Wildkräuter und ihre Giftigkeit kann ich gut verstehen. Mir ist auch einmal ähnliches passiert. Ich hatte gedacht, dass ich einen Wiesen-Ampfer entdeckt hätte und habe das große Stück voller Freude abgeschnitten und mit nach Hause genommen. Dort wollte ich es dann zu einem Smoothie verarbeiten. Gott sei Dank habe ich vorher noch ein Blättchen probiert, um sicher zu gehen, dass es auch schmeckt. Und der Geschmack war grauenhaft! Mein System zeigte sofort „giftig“ an, auch wenn es eigentlich aussah wie ein harmloser Ampfer. Aber es schmeckte ganz anders. Ich habe dann im Internet nachgeschlagen und erfahren, dass es auch einen giftigen Ampfer gibt – und genau den hatte ich erwischt. Also weg mit meiner wunderschönen „Pflanze“ und ab in den Garten, um ein wenig Löwenzahn für den Smoothie als Ersatz zu pflücken.

      Man muss wirklich aufpassen, was diese Sachen betrifft. Man meint zwar die Pflanzen zu kennen, aber es gibt so viele Unterarten – und nicht jede Pflanze verträgt man gleich gut. Ich hatte einmal Holunderblüten zu meinem Smoothie gemixt, die ich eigentlich in geringer Zahl sehr gerne mag. Aber da hatte ich wohl zu viel oder die falsche Mischung erwischt und mir wurde nach dem Essen ganz komisch und schwindlig – wie Dir mit Deinem Gong! Da habe ich dann gemerkt, dass man bei Wilrdkräutern aller Art sehr aufpassen muss, da ihre Wirkung sehr intensiv sein kann 🙂

      Die Aussage von Paracelus „dosis sola facit venenum – allein die Menge macht das Gift“ erklärt es mit wenigen Worten. Es sagt aus, dass im Grunde alles giftig ist und dass allein die Dosis entscheidet über giftig oder ungiftig. So ist es auch bei den Pflanzen. Wird nur ein Blatt verzehrt, kann eine leicht giftige Pflanze durchaus ungefährlich sein. Werden aber bestimmte Teile oder eine größere Menge Blätter zu sich genommen, kann es ungut enden.

      Ich bin schon gespannt auf Deine Fortsetzung zum mysteriösen Gong-Gefühl 🙂

      Liebe Grüße,

      Peaceflower

      • layot 13:29 am 12. August 2010 Permalink | Antworten

        liebe peaceflower,
        zum gong hab ich auf jedenfall noch etwas zu bereichten und hoffe, dass ich schon bald dazu kommen werde.
        bestes, lizzie

  • layot 21:43 am 3. August 2010 Permalink | Antworten
    Tags: ,   

    campen – im wald und unter menschen! 

    für all diejenigen, die leider gar nicht teilnehmen konnten, hier ein paar eindrücke vom ersten wochenende des rohkost-waldcamps 2010 auf der schwäbischen alb:

    als alte freundin des outdoor-urlaubs war schon die vorbereitung auf das treffen eine freude für mich, denn ich war lange nicht mehr unterwegs gewesen. im vergleich zu sonstigen fahrrad- und campingtouren, konnte ich dabei feststellen, dass sich ein rohkost-urlaub dadurch auszeichnet, dass man viel mehr nahrungsmittel als sonstiges gepäck zu tragen hat. so bin ich also am freitag morgen mit einem reiserucksack, in dem sich hauptsächlich essen befand, mit dem zug nach köln gefahren, um von dort zusammen mit vier weiteren rohkost-freunden mit dem auto in richtung stuttgart aufzubrechen. die fahrt war ebenso unterhaltsam wie lecker, denn natürlich hatten auch die anderen reisenden viel zu essen dabei. nach ca. fünf stunden fahrt und guten gesprächen kamen wir am frühen abend auf dem campingplatz an. dieser liegt wunderbar abseits von allem städtischen mitten im grünen, umgeben von wald und wiesen. auf dem für die rohkost-gruppe zugewiesenen areal standen bei ankunft bereits ein paar zelte und wir wurden herzlich empfangen. nach dem gemeinsamen zeltaufbau gings dann direkt zum nahe gelegenen see, um die wassertemperatur zu überprüfen…baden! – so mein plan für den nächsten tag. das wetter sollte mitspielen, denn für das gesamte wochenende war allerbestes sommerwetter angesagt.



    an dieser stelle möchte ich gern die perspektive wechseln und von der aufzählung der täglichen ereignisse zu dem zu kommen, was mich persönlich am meisten beeindruckt hat – die menschen.

    meine bisherige vorstellung von rohköstlern, sah so aus, dass es sich dabei um freundliche, herzensgute und aufgeschlossene zeitgenossen handelt, deren bestreben es vor allem ist, mit sich im reinen zu sein, die umwelt zu schonen und in frieden zu leben. zu naiv? – ja und nein! das treffen war in dieser hinsicht sehr aufschlussreich, denn ich habe die unterschiedlichsten menschen getroffen, mit denen mich in einigen fällen nur eines verbindet, die liebe zu ungekochtem essen. mit dabei waren:

    m., dessen alter nur schwer zu schätzen ist, weil haare und bart schon lange nicht mehr geschnitten wurden. er saß am ersten abend neben mir am tisch und verwirrte mich dadurch, dass er mitten in unserem gespräch blitzschnell nach einer der motten langte, die um die tischlampe kreisten, nur um sie mit gleicher geschwindigkeit in den mund zu stopfen. sein kommentar ob meines erstaunten veganer-blicks: „sind etwas trocken, aber ansonsten ganz lecker.“ es folgte ein gespräch über den eiweißgehalt von insekten und seine versuche mit der mehlwurmzucht. nur gut, dass ich schon gegessen hatte, den spätestens hier wäre mir der appetit vergangen.

    am gleichen abend habe ich auch noch ein paar instinktos kennen gelernt. leute also, die vor jedem essen an ihrer nahrung riechen, um zu bestimmen, ob sie jetzt gerade für sie zum verzehr geeignet ist. sie essen schweigend, sehr meditativ und nie zwei dinge zur gleichen zeit. nach einem kurzen, vielleicht auch abschätzigen blick auf unsere teller, war ihnen schnell klar, dass sie hier nicht ihres gleichen getroffen hatte, denn zu meinen mitfahrern zählte u.a. ein rohkoch, der es sich nie nehmen lassen würde, ein ‚anständiges‘ essen auf den tisch zu bringen.

    in den nächsten tagen folgten unweigerlich, weitere treffen mit instinktos, denn das diesjährige camp war aus einem ehemaligen instinkto-treffen hervorgegangen. dabei sind mir mehrere extreme aufgefallen. ich habe menschen erlebt, die sich nach dieser art der rohkost ernähren, die ich als sehr klar und wach empfunden habe, dann aber auch leute, die nicht in kontakt mit dieser welt zu sein scheinen bzw. solche, die mit verhärmten gesichtern herumliefen und unfreundlich zu ihren kindern waren.

    dann war da noch die junge frau in meinem alter, die vor kurzem erst ihren job als teamleiterin in einer bank an den nagel gehängt hat, um sich stattdessen ein wohnmobil zu kaufen, mit dem sie durch die welt reisen kann. neben der rohkost sah sie ihr neues lebensziel darin, sich selbst und andere durch allerhand esoterische praktiken zu heilen, die sie vor kurzem auf einigen wochenend-seminaren erlernt hatte. die teilnahme an ihrer kundalini-meditation am sonnstag morgen, hat mir persönlich viel spaß gemacht. die nachbarn vom campingplatz hat unser gehüpfe und geschreie allerdings sehr verärgert. neben groben worten hatten sie nur unverständnis für unser grüppchen über.

    zum schluss möchte ich noch von i. erzählen einer alten und gebeugt laufenden frau, die mit ihren grauen zöfpen und dem fahrrad auf dem platz ankam und seitdem unsere gruppe ‚verfolgt‘ hat. was ich zunächst als aufgeschlossenheit interpretierte, stellte sich schon nach wenigen minuten als penetranz heraus. neben ihrer eigenschaft sich ungefragt die reste (z.b. schalen und kerne) von unseren tellern zu nehmen, berichtete sie unablässig, ebenfalls ungefragt, aus ihrem reichhaltigen rohkost- und lebenserfahrungsschatz.

    die reihe ließe sich noch um einige persönlichkeiten erweitern, die mit ihrem auftreten mein idealbild vom rohkost essenden menschen revidiert – sagen wir lieber ergänzt haben. denn neben all dem habe ich auch erlebt, wie aufgeschlossen, interessiert und liebevoll raw foodies sein können. ich freu mich besonders, dass es sich dabei um menschen handelt, die nicht auf einer fernen alb zu treffen sind, sondern direkt bei mir um die ecke wohnen.

    für mehr spannende begegnungen!

    eat & think! – mit lizzie

    ps: selbstverständlich ist noch längst nicht alles erzählt, was an diesem wochenende passiert ist, in den nächsten artikeln werden daher weitere geschichten erzählt.

     
    • mel 16:50 am 9. August 2010 Permalink | Antworten

      LOL! ich kann das nur unterschreiben. vor allem person „i“ hat mich mehrfach an die grenzen meiner toleranz geführt 😉

  • layot 18:57 am 3. August 2010 Permalink | Antworten  

    eat & think! is back in town… 

    nach drei tagen abenteuerurlaub im rohkost- waldcamp 2010 auf der schwäbischen alb und weiteren eineinhalb tagen, um wieder vollständig im alltag anzukommen, freue ich mich wie gewohnt das bloggen auf eat & think! fortsetzen zu können. allen, die geduldig auf den nächsten artikel gewartet haben, ein herzliches dankeschön! und weiterhin viel spaß beim lesen.

    eat & think! – mit lizzie

     
c
Neuen Beitrag erstellen
j
nächster Beitrag/nächster Kommentar
k
vorheriger Beitrag/vorheriger Kommentar
r
Antworten
e
Bearbeiten
o
zeige/verstecke Kommentare
t
Zum Anfang gehen
l
zum Login
h
Zeige/Verberge Hilfe
Shift + ESC
Abbrechen