eat & think! blog testet den green star entsafter

wenn es um die qualität und die ausbeute beim entsaften geht, liegt der green star elite entsafter uneinholbar vor meiner kleinen zentrifuge. ich würde sogar behaupten vor jedem anderen handelsüblichen entsafter. da gibt es überhaupt keine diskussion. jedenfalls für mich nicht mehr, denn ich hatte gelegenheit das gerät gut vier wochen lang ausgiebig zu testen. auch wenn es darum geht, viel saft auf einmal zu machen, z.b. wenn freunde zu besuch kommen oder wenn man an einem gemeinschafts-juice feast teilnimmt, ist der green star was ausdauer und tresterkapazität angeht, weit voraus. selbst gräser und wildes grünzeug verarbeitet er spielend zu feinstem saft, während die zentrifuge gar nicht erst ins schleudern kommt. trotz dieser und weiterer guter eigenschaften des green star, bliebe ich zurückhaltend was den kauf angeht. grund dafür ist sicher nicht der preis, denn die ausgefeilte technologie des green star ist ihr geld wert. es ist eher die alltägliche handhabung des entsafters, mein allgemeiner saftkonsum sowie mein bedürfnis nach komfort, die einem klaren ja! zum green star noch im wege stehen.

die größe und das gewicht eines entsafters sind unerheblich, wenn die küche als aufstellort genügend platz bietet, um das gerät dauerhaft zu installieren. in meiner miniküche wird der auf- und abbau eines entsafters mit ca. 8 kg gewicht jedoch schnell zum zusätzlichen workout. da ich zum frühstück gern ein glas saft trinke, beginnt mein tag also mit dem hervorholen und zusammensetzen des entsafters. eine prozedur, die mir morgens um sieben vor der arbeit zu aufwändig ist. dafür extra früher aufzustehen ist keine option. selbst, wenn das gerät dauerhaft an einem platz auf der arbeitsfläche stehen könnte, bliebe das zusammensetzen der teile. die sorgfalt und aufmerksamkeit, die dafür erforderlich ist, bringe ich zwischen aufwachen und die bahn kriegen allerdings nicht immer auf. was für mich heißt, dass ich den green star nur entspannt und freundvoll nutzen kann, wenn ich genügend zeit dafür einplane, z.b. am wochenende, an einem freien tag oder am abend. denn mit dem entsaften allein ist es ja noch nicht getan. ist der saft getrunken, muss das gerät auch wieder gereinigt werden. beim ersten mal war dies unangenehm und hat lange gedauert. ohne das speziell geformte, mitgelieferte reinigungsbürstchen wäre ich dabei hoffnungslos verloren gewesen. beim zweiten und den darauf folgenden malen ging es dagegen schon leichter und schneller von der hand. verglichen mit meinem bisherigen entsafter, den ich einfach eben unter fließendes wasser halten kann, bleibt es aber aufwändiger. In der ausführlichen bedienungsanleitung wird auf dieses problem eingegangen. es wird auf die spezielle bauweise des green star hingewiesen, die eine längere haltbarkeit der gepressten säfte verspricht. man könne also gleich größere mengen saft zubereiten und diese entsprechend aufbewahren oder mitnehmen. natürlich ist das praktisch, saubermachen muss ich aber trotzdem. in dieser hinsicht und auch von seinem gesamten aufbau her, ist der green star damit kein gerät, mit dem man sofort loslegen kann. es empfiehlt sich sehr zunächst die ausführlichen anweisungen zur verwendung der verschiedenen siebe und auslassschrauben für trester zu studieren. je nach dem, ob hartes oder weiches pressgut verarbeitet werden soll, kann während des entsaftungsvorgangs ein umbau notwendig werden.

was mir am design des green star gefallen hat und was ich bei meiner zentrifuge vermisse, ist die sehr schöne glaskanne mit dem praktischen ausgießer, in der sich der saft sammelt, sowie der flächige einfüllstutzen, auf dem klein geschnittenes obst und gemüse abgelegt werden kann, um es nach und nach in den pressschacht zu schieben. der weiße stößel aus plastik ist praktisch und für das durchschieben des pressgutes auch völlig ausreichend. der zusätzliche holzstampfer, mit dem man direkt bis an die walzen heranreicht, ist gar nicht zum einsatz gekommen.

abgesehen davon, dass der green star für meine voraussetzungen und bedürfnissen nicht der geeignete entsafter ist, halte ich ihn für ein ausgezeichnetes gerät, dass alles kann, was eine rohköstlerin sich wünscht. für jemanden der häufig und viel frischen saft trinken möchte, ist er absolut empfehlenswert. ich persönlich werde ihn kaufen, sobald die selbstreinigungstaste eingebaut ist.

bewertung: 3, 5 sterne für den green star elite entsafter

eat & think! – love

lizzie

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